Trinkmenge bei Hitze: Wasserbedarf auf schattenlosen Etappen
- Rubrik
- Ausrüstung & Kondition
- Veröffentlicht am
- 15. Juli 2026
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Auf offenen Hängen ohne Schatten verliert der Körper im Hochsommer erheblich mehr Flüssigkeit als im Wald. Wer mit einer Flasche startet, hat sie oft nach zwei Stunden geleert und geht den Rest des Tages im Defizit. Der Bedarf lässt sich vorher gut abschätzen. Diese Werte sind Erfahrungswerte und ersetzen keine ärztliche Beratung.
Trinkmenge abschätzen: Faustwerte für den Wandertag
Bei angenehmen Temperaturen rechnen wir mit einem halben Liter pro Gehstunde. Ab 25 Grad und auf schattenlosen Abschnitten steigt der Wert auf drei Viertel bis einen ganzen Liter. Für eine sechsstündige Sommertour bedeutet das drei bis vier Liter, wenn unterwegs keine sichere Auffüllmöglichkeit liegt. Trinken Sie regelmäßig in kleinen Mengen, nicht erst bei Durst.
Wasser unterwegs auffüllen
Planen Sie mindestens einen verlässlichen Auffüllpunkt ein: eine Gastwirtschaft mit gesicherter Öffnungszeit, einen Bäcker oder einen Getränkemarkt in Ortslage. Bäche und Brunnen im Feld sind kein Trinkwasser. Zwei kleinere Flaschen sind praktischer als eine große, weil sich das Gewicht besser verteilt und eine davon kühl bleibt.
Wasser, das im Auto steht, hilft niemandem. Nur das im Rucksack zählt.
Warnzeichen ernst nehmen
Vier Signale, bei denen wir die Tour abkürzen:
- Kopfschmerzen, die im Schatten nicht nachlassen;
- auffällige Müdigkeit weit vor dem üblichen Zeitpunkt;
- Schwindel beim Aufstehen nach der Pause;
- fehlender Harndrang über mehrere Stunden.
An heißen Tagen ist die beste Maßnahme die Startzeit. Wer um sechs Uhr losgeht, hat die offenen Abschnitte hinter sich, bevor die Belastung überhaupt beginnt.
Kalte Getränke werden schneller getrunken als warme. Eine isolierte Flasche oder ein Stoffbezug, den Sie an der Rast anfeuchten, hält den Inhalt über Stunden angenehm kühl. Wer gern trinkt, trinkt genug, und das ist im Hochsommer die halbe Planung.